Workshop 1: Affektregulation als Basis der Selbstregulation
Was ist das „Selbst“? Und wo befindet es sich? Im Zentrum dieses Workshops steht das „Selbst“ und dessen Steuerung. Wir können unser Selbst nur steuern, wenn wir unsere Affekte beeinflussen können. In der Therapie gilt die Fähigkeit zur Unterstützung der Klienten bei ihrer Affektregulation als Königsdisziplin. In diesem Workshop wollen wir uns damit befassen, wie wir selbst und unsere Klienten lernen können, unsere Affekte zu regulieren. Als Grundlage benötigen wir eine Persönlichkeitstheorie, welche uns hilft, die Funktionsweise unseres Selbst besser zu verstehen. Diese Persönlichkeitstheorie ist die wissenschaftliche Grundlage des Zürcher Ressourcen Modells. Unser Selbst besteht aus 4 „Teilen“, beziehungsweise Funktionen. Bei der Persönlichkeitsentwicklung geht es darum, diese 4 Funktionen in ein Gleichgewicht zu bringen, beziehungsweise einen gesunden Austausch zwischen diesen Funktionen sicherzustellen. Der Austausch zwischen den 4 Funktionen des Selbst hängt wesentlich von Affekten ab. Deshalb ist die Selbststeuerung nur auf Basis der Affektregulation möglich.
Es gibt 4 Arten der Affektregulation:
• Selbstberuhigung
• Selbstkonfrontation
• Selbstmotivation
• Selbstbremsung
Wir werden die Persönlichkeitstheorie anhand von Fallbeispielen aus unserer Praxis verdeutlichen. In diesem Workshop geht es vor allem um die Einführung von Begriffen, Konzepten und der notwendigen Theorie. Konkrete Werkzeuge und Methoden werden wir in den folgenden Workshops vorstellen, welche sich alle in die hier vorgestellte Persönlichkeitstheorie einordnen lassen.
26. März 2012
Workshop 2: Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)
Das Zürcher Ressourcen Modell – ZRM haucht der Persönlichkeitstheorie vom ersten Workshop Leben ein. In zwei Workshops werden wir einen Überblick über das ZRM geben und dann vor allem auch die wirksamsten Werkzeuge vorstellen, insbesondere:
• Die Arbeit mit Bildern und mit bildhafter Sprache als Zugang zum Unbewussten (Selbst)
• Die Arbeit mit der Affektbilanz (somatische Marker)
• Die Arbeit mit Somatogrammen
• Die Arbeit mit dem Wunderrad
• Und anderen Werkzeugen auf Wunsch der Teilnehmenden
21. Mai 2012
Supervision
An diesem Termin soll die Supervision stattfinden, so wie ihr sie bisher kennengelernt habt. Ihr als Teilnehmende bringt Eure Fälle mit. Der Fokus der Supervision liegt wie immer bei Eurer eigenen Entwicklung als Mensch und Therapeutin, auf der Beziehung zwischen Euch und Eurem Klient, auf dem therapeutischen Gespräch sowie auf dem therapeutischen Prozess und dem Einsatz neu erworbener therapeutischer Werkzeuge.
4. Juni 2012
Workshop 3:Verkörperungen/Embodiment
In diesem Workshop wollen wir die Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche besser verstehen lernen, um sie dann besser nutzen zu können. Wir alle haben Jris Anna oft arbeiten sehen. Sie wird uns Perlen aus der hypnosystemischen Arbeit vorstellen, wie zum Beispiel die Problem-Lösungschoreografie, welche als eine der wirksamsten Methoden gilt, wenn es darum geht, eine neue Lösung im Körper zu verankern und im Hirn eine Verknüpfung zwischen dem Problem und einer neuen Verhaltensweise aufzubauen, die dann zum Zuge kommt, wenn sie gebraucht wird.
13. August 2012
Workshop 4: Rituale
In der Praxis treffen wir immer wieder Klienten an, denen der Zugang zu mehr Leichtigkeit und Lebensfreude versperrt ist, weil sie sich mit der Schwere und dem „Unglücklichsein“ ihrer Eltern „solidarisch“ verhalten. Wir zeigen in diesem Workshop, wie wir dieser Solidarität auf die Spur kommen. Anschliessend sind Rituale eine sehr wirksame Art und Weise einen Weg aus einer solchen einengenden Solidarität zu finden. Einer sinnstiftenden Einbettung des Rituals in unsere Arbeit werden wir hierbei auch Raum geben.
24. September
Workshop 5: Arbeit mit Paaren
Vermutlich arbeitet Ihr nicht mit Paaren. Und doch haben wir alle eigene Erfahrungen mit Paarbeziehungen und Eure Klienten „klagen“ bei Euch womöglich auch immer wieder über Beziehungsprobleme, welche sie belasten. Jris und ich arbeiten regelmässig mit Paaren. In diesem Workshop möchten wir Euch einige hilfreiche Ideen im Umgang mit Beziehungsproblemen vermitteln. Oft kann es bereits sehr wirksam sein, wenn wir mit ein paar Worten typische Irrtümer und Missverständnisse über Beziehungen aus dem Weg räumen können und durch nützlichere Vorstellungen und Bilder ersetzen können. Und genau das wollen wir in diesem Workshop tun.
5. November 2012
Workshop 6: Aufmerksamkeit und Fokussierung
Über dieses Thema haben wir schon oft gesprochen und nachgedacht. Trotzdem wollen wir diesen Workshop dem Thema „Veränderungserkennung“ widmen. Zum Einstieg zeigen wir Euch einige kurze und sehr eindrückliche Filme, welche zeigen, dass unsere Wahrnehmung sehr grosse Mühe hat, Veränderungen überhaupt wahrzunehmen. Wir leiden buchstäblich unter „Veränderungsblindheit“. Zudem leiden wir noch unter der Illusion, dass wir sicher nicht veränderungsblind sind (höchstens die Anderen). Und diese Blindheit nennt man dann Veränderungsblindheit-Blindheit. In jeder Therapie geht es jedoch darum, dass Veränderungen erreicht werden und auch wahrgenommen werden. Was bringt eine Therapie, wenn Veränderungen nicht stattfinden, weil sie von niemandem wahrgenommen werden? Dieser Workshop hat das Potential Euer Verständnis über die Bedeutung der Aufmerksamkeit und des „Fokus-Setzens“ noch einmal völlig zu revolutionieren. Wir denken dann gemeinsam darüber nach, was dies alles für unsere therapeutische Arbeitsweise bedeutet und schöpfen dabei aus dem Vollen all dessen, was wir schon gemeinsam gelernt haben – und sehen dann all dies in einem neuen und noch strahlenderen Licht!
10. Dezember 2012
Supervision
An diesem Termin soll die Supervision stattfinden, so wie ihr sie bisher kennengelernt habt. Ihr als Teilnehmende bringt Eure Fälle mit. Der Fokus der Supervision liegt wie immer bei Eurer eigenen Entwicklung als Mensch und Therapeutin, auf der Beziehung zwischen Euch und Eurem Klient, auf dem therapeutischen Gespräch sowie auf dem therapeutischen Prozess und dem Einsatz neu erworbener therapeutischer Werkzeuge.